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Liebe Israelfreunde...
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Juni 2010

Liebe IsraelfreundeNAI_2010-06

Die israelische Regierung und die Palästinenser haben sich nun nach langem Hin und Her bereit erklärt, die direkten Verhandlungen wieder aufzunehmen. Israel will sogar die grundlegenden Probleme wie die Jerusalem- und die Flüchtlingsfrage ansprechen. Darüber hinaus hat Israel sich der Forderung der Palästinenser nach einem Baustopp in den «besetzten Gebieten» gefügt. Diese Entwicklungen sind wohl die ersten «Erfolge» der von der Regierung Obama verfolgten neuen Vorgehensweise in der Nahostpolitik. Jüdische Kreise in Israel und den USA zeigen sich jedoch darüber besorgt. Es wurden Fragen laut nach der wahren Haltung der amerikanischen Regierung im Hinblick auf Israel und den Nahen Osten. Als der israelische Verteidigungsminister Ende April die USA besuchte, zerstreute er jedoch diese Bedenken. In einer Rede vor einem überwiegend jüdischen Publikum sagte er: «Ich bin fest davon überzeugt, dass die Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten jetzt hinter uns liegen.» Ausserdem beruhigte Ehud Barak seine Zuhörer mit der Erklärung, dass die verteidigungspolitische Beziehung zwischen Israel und den USA extrem gut und die Verbindung zwischen beiden Ländern unverändert stark sei. Barak äusserte sich auch über die Dringlichkeit eines Friedensabkommens und der damit verbundenen Gründung eines Palästinenserstaates. Schon wegen der zahlenmässigen Stärke der palästinensischen Bevölkerung komme ein Zweivölkerstaat ohnehin nicht in Frage. Die mit Ausnahme seiner eigenen Arbeiterpartei rechts gerichtete Regierung Netanjahu sei bereit, auf einen Frieden hin zu arbeiten, obwohl die Schritte in diese Richtung nicht leicht seien.

Die Likud-Partei hat in der Vergangenheit nichts unversucht gelassen, um die Entstehung eines Palästinenserstaates zu verhindern. Woran liegt es, dass eine von dieser Partei angeführte Regierung plötzlich offiziell der Gründung eines Palästinenserstaates zustimmt? Offenbar ist es für die grosse Mehrheit der Israelis unakzeptabel und verantwortungslos, wenn eine Regierung die Bündnispartnerschaft zu den USA in Gefahr bringen würde. Über die Tatsache, dass Amerika der einzige verlässliche strategische Partner Israels ist, besteht unter den israelischen Bürgern ein Konsens, der vom linken bis zum rechten Spektrum des politischen Lebens reicht. Das Risiko, dass die USA ihre grosszügige Unterstützung Israels zurückziehen könnten, falls die israelische Regierung nicht bereit sein sollte, auf dem Weg zu einem Friedensabkommen bestimmten «Spielregeln» zuzustimmen, hat offensichtlich auch Benjamin Netanjahu und sein Kabinett dazu bewegt, den Forderungen Amerikas nachzugeben.
Dazu kommt noch die drohende Gefahr einer erneuten kriegerischen Auseinandersetzung mit der Hisbollah im Libanon, die sich nach neusten Meldungen mit einem Raketenarsenal ausgerüstet hat, wie es kein Staat in der Welt besitzt. Zudem wird diese Terrororganisation von Ländern wie Syrien und dem Iran unterstützt. Diese zunehmend apokalyptische Ausmasse annehmende Bedrohung lässt auch die schärfsten Kritiker verstummen, wenn es um die fast schon an Abhängigkeit grenzenden Beziehungen Israels zu den USA geht.

Diese Entwicklungen lassen uns einmal mehr erkennen, dass das Weltgeschehen letztendlich nicht von menschlichen Entscheidungen geprägt wird. Vielmehr lenkt Gott die Umstände, damit sich Sein in Seinem Wort offenbarter Plan erfüllt. Dazu gehört offensichtlich auch das Zustandekommen eines Scheinfriedens, den auch der Apostel Paulus im ersten Thessalonicherbrief erwähnt. Im Anschluss daran schreibt er: «Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb ergreife (1.Thess 5,3).

In Dankbarkeit für das Licht des prophetischen Wortes, das uns in dieser immer dunkler werdenden Welt die Fähigkeit gibt, die Dinge aus göttlicher Perspektive zu sehen, grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom

Ihr Fredi Winkler

 

Link: PDF Downlaod bei MNR

 
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