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Haifa, Israel
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April 2010
Liebe Israelfreunde
Vor einigen Jahren hat man in Israel eine Aktion gestartet, bei der allen jüdischen Jugendlichen in der ganzen Welt mindestens ein Besuch im Land ermöglicht werden soll. Mit dieser vom Staat Israel und von jüdischen Sponsoren geförderten Massnahme erhofft man sich, dass ein Teil der Jugendlichen später nach Israel einwandern wird. Ausserdem soll dadurch die Verbindung zwischen der jüdischen Diaspora und Israel gestärkt sowie der bedrohlich fortschreitenden Assimilierung der im Ausland lebenden Juden entgegengewirkt werden. Besonders die jetzige Regierung unter Benjamin Netanjahu legt grossen Wert darauf, die Verbindung zur jüdischen Diaspora zu stärken. Ihr Ziel ist es, in der näheren Zukunft eine Million Neueinwanderer ins Land zu bringen. Die rasch fortschreitende Modernisierung in Israel soll das Land für Juden aus der Diaspora attraktiver machen. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass in der Vergangenheit etwa eine Million Menschen das Land wieder verlassen haben, weil sich ihnen kaum Möglichkeiten boten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Verweltlichung und der Verlust der jüdischen Werte ist jedoch auch in Israel ein Problem. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat die Regierung angeordnet, dass in israelischen Schulen wieder vermehrt über das Judentum und seine Werte gelehrt wird, besonders auch im Hinblick auf die alte und neuere Geschichte im Land selbst. Auch aus diesem Grund hat die Regierung für den Erhalt von 150 jüdischen Stätten aus der Antike und der modernen Zeit 400 Millionen Shekel bereitgestellt. Zu diesen Orten des jüdischen Nationalerbes gehören auch zwei Stätten, die auf palästinensischem Territorium liegen. Es handelt sich dabei um das Grab Rahels bei Bethlehem und die Machpela-Höhle in Hebron, die seltsamerweise auch den Muslimen heilig ist. Nachdem die israelische Regierung auch diese beiden Orte zu Stätten des jüdischen Nationalerbes erklärte, wurde unter den Palästinensern und in der islamischen Welt ein Sturm der Entrüstung ausgelöst. Es kam auch zu heftiger Kritik aus anderen Ländern, unter anderem vom amerikanischen Präsidenten Obama.
Israel beabsichtigt mit dieser Erklärung jedoch keineswegs, den Status Quo der Machpela-Höhle in Hebron zu ändern. Nach wie vor soll beiden Seiten der Zugang zu dieser heiligen Stätte ermöglicht werden. Offenbar will die israelische Regierung mit ihrer Erklärung andeuten, dass der Ort, an dem die Stammväter und Stammmütter Israels begraben sind, neben Jerusalem und dem Tempelberg für die Juden eine grosse Bedeutung hat. In einem zukünftigen Friedensabkommen mit den Palästinensern wird Israel deshalb für Juden dieselben Rechte an der Machpela-Höhle in Hebron fordern, wie sie die Palästinenser und Muslime in Jerusalem für die El-Aksa-Moschee und den Felsendom beanspruchen. Von den Palästinensern wurde diese Regierungserklärung wieder einmal als willkommener Vorwand für Aufruhr und Tumulte genutzt, um die «imperialistischen Ambitionen» der Israelis anzuprangern.
Dieses Geschehen macht uns erneut deutlich, dass der Streit um das Heilige Land und die heiligen Stätten nicht nur ein territorialer Konflikt ist, sondern sich immer stärker zu einem religiös motivierten Kampf entwickelt, in den nicht nur Israel und die Palästinenser verstrickt sind. Die Palästinenser versuchen vielmehr, auf dem Weg der Religion die gesamte islamische Welt dazu zu bringen, ihre religiöse Pflicht zu erfüllen und die heiligen Stätten zu verteidigen. Der Erfolg dieser Bestrebungen zeigt sich auch an der feindseligen Haltung der religiösen und politischen Führung im Iran, deren Ziel die Zerstörung Israels ist.
Angesichts dieser Bedrohungen dürfen wir trotzdem zuversichtlich sein, weil wir aus dem Wort Gottes wissen, dass das Kommen des Messias und die Aufrichtung Seines Reiches dem Drohen der Feinde Gottes ein Ende setzen werden.
In dieser festen Zuversicht mit Ihnen verbunden grüsst Sie mit einem herzlichen Shalom
Ihr Fredi Winkler
Link: PDF Downlaod bei MNR




